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Nur für Mädchen ...

So feiern die Mädels ...Das weibliche Pendant zum Junggesellenabschied - "Hen Night"

Nicht nur der Bräutigam hat das Recht auf einen ausgelassenen Abschied vom Junggesellen-Dasein. In England (und zunehmend auch in unseren Breiten) zelebrieren emanzipierte Bräute und deren Freundinnen schon seit längerem die so genannte "Chicken"- oder "Hen Night", bei der kein Auge trocken bleibt.

Dabei steht der Spaß für die Freundinnen im Vordergrund. Die Braut weiß normalerweise vorher nichts von dem, was sie zu diesem Anlass erwartet. Entweder stehen ihre Freundinnen überraschend mit kompletter Verkleidung für sie vor der Tür oder sie erfährt nur, wo und in welchem Outfit sie sich zu einem bestimmten Termin bereit halten muss.

Die Möglichkeiten, sich nach englischem Vorbild einen Spaß auf Kosten und mit der Braut zu machen, sind unbegrenzt.

Ob man sie verkleidet als Engelchen oder Teufelchen mit einem Bauchladen zum Kuss- oder Kondomverkauf schickt (dabei eine Kasse, in die männlichen (!)  Käufer ihren Obolus einzahlen müssen, nicht vergessen!), sie mit Handschellen an wildfremde Männer, die sich dann freikaufen müssen, kettet oder verkleidet als Holländerin auf einem Fahrrad den Bollerwagen mit Schnapsvorrat für die gesamte Mädelsriege ziehen lässt, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Fest steht nur, dass die Braut an diesem Abend von ihren Freundinnen ausgehalten wird, wobei sie allerdings selbst kräftig mitverdienen muss.

Der Kussverkauf kann dabei in vielen verschiedenen Varianten gestaltet werden:

Entweder zieht man der Braut ein tief ausgeschnittenes Top an, färbt den kusswilligen Männern die Lippen mit Lippenstift und lässt sie sich dann aussuchen, wo sie den Kuss platzieren möchten.

Oder man lässt die Braut auf dem Marktplatz der Stadt stehen, wo sie innerhalb einer festgelegten Zeit eine bestimmte Menge an Küssen verkauft haben muss (was besonders in kleineren Gemeinden, in denen jeder jeden kennt, ein Heidenspaß sein kann).

Nicht nur Küsse, auch die Kleidung der Braut kann versteigert werden, indem man ihr ein altes T-Shirt anzieht und die zahlenden Männer je ein Stück davon abschneiden lässt. Aber auch das gezielte Aufsuchen von Lokalitäten mit zahlungskräftigen und zahlungswilligen Männern empfiehlt sich. Zu denken ist dabei an ein Spielcasino, einen Golfplatz oder Reitstall in der Umgebung, während der Abend in der Stadt dann mit dem verdienten Geld bestritten wird.

Warum aber nicht sich noch mal so richtig in Schale schmeißen und auf "Männerfang" gehen? Im Luxushotel der Stadt an der Bar einen Drink oder im Spielcasino ein paar Chips ergaunern kann als Abschied vom Jungesellinnen-Dasein genauso vergnüglich sein.

Für die Organisation eines Überraschungsabends gilt:

Die Hilfe des Partners sichern! Wenn er der Zukünftigen vorschlägt, doch einmal ein ganz gemütliches "Gartenwochenende" einzuplanen, können die Freundinnen sicher sein, die Braut arglos daheim anzutreffen. Damit steht einem für alle Beteiligten unvergesslichen Erlebnis nichts mehr im Wege!

Nur für Jungs ...

Und jetzt feiern die Jungs ...Die Tradition des Junggesellenabends stammt ursprünglich aus Großbritannien und schwappte dann auf das europäische Festland über.

Als der Bräutigam noch beim Vater der Braut um die Hand seiner Zukünftigen anhalten musste, war der Junggesellenabend eine eher ernste Angelegenheit: In schwarzer Krawatte und Anzug trafen sich die Männer beim Vater des Bräutigams, der den Abend ausrichtete. Das Feiern stand dabei zunächst im Hintergrund. Stattdessen waren lange Ansprachen über die Bedeutung der Ehe und das Ende eines Lebensabschnitts die "Highlights" des Treffens.

Heute hingegen bietet der Junggesellenabend dem Brautpaar eine Chance, vor der Hochzeit noch einmal im ledigen Zustand mit den besten Freunden oder Freundinnen loszuziehen und richtig zu feiern.

Hier bekommen Sie Tipps und Anregungen, was Sie an Ihrem letzten Abend "in Freiheit" alles auf die Beine stellen können.

Fragt man einen Bräutigam von heute, was er denn nach seiner Eheschließung tatsächlich vermissen wird, fällt ihm eigentlich auf Anhieb kaum noch etwas ein. Liebgewordene Gewohnheiten werden in der Regel auch nach dem Ringtausch nicht über Bord geworfen, und das imaginäre Halsband wird sicherlich nicht enger zugezogen. Dennoch möchte verständlicherweise kaum ein Bräutigam auf den Junggesellenabschied verzichten. Eine so hervorragende Gelegenheit, mit den alten Kumpels um die Häuser zu ziehen und noch einmal richtig "die Sau rauszulassen", wird sich wohl so schnell auch nicht wieder bieten.

Erlaubt ist, was gefällt: Das ist das Motto eines jeden Junggesellenabschieds. Ob die Freunde des Bräutigams ihn überraschenderweise zu einer Kneipentour abholen, um noch einmal kräftig auf die "alten Zeiten" zu trinken, oder ein mehrtägiger Abenteuertrip in unberührte Wildnis geplant wird, Spaß für alle Beteiligten ist garantiert. Dabei gilt: die Freunde des Bräutigams sollten sich am besten mit der Braut absprechen, um den unter Umständen nichts ahnenden Freund auch zu Hause anzutreffen und unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Für den Bräutigam ist der Junggesellenabschied die Gelegenheit, auch entfernter wohnende gute Freunde für eine gemeinsame Unternehmung unter einen Hut zu bekommen.

Die Freunde werden an diesem Abend natürlich alles versuchen, um die Treue des zukünftigen Ehemanns auf eine harte Probe zu stellen. Der absolute Spitzenreiter in punkto Junggesellenabschiedsgestaltung ist deshalb nach wie vor die Kneipentour unter Kumpels, bei der in der Regel hemmungslos dem Alkohol zugesprochen wird - allerdings wird der Bräutigam dabei frei gehalten - und die auch schon mal im Rotlichtviertel enden kann.

Dabei kann dem Zukünftigen ein (evtl. dem Anlass entsprechend bedrucktes) T-Shirt übergezogen werden, auf dem die jungen Damen, die man während der Tour trifft, kleine Nachrichten oder ihre Telefonnummern hinterlassen können. Aber ob nun die sündige Meile der Stadt besucht oder eine Strip-Künstlerin für zu Hause engagiert wird, vor den frühen Morgenstunden und der totalen Erschöpfung aller Beteiligten wird der Abend wohl auf keinen Fall enden.

Dies ist auch der Grund dafür, dass man diesen Abschied auf keinen Fall am Abend vor der Hochzeit feiern sollte: Kaum eine Braut wird es Ihrem Zukünftigen verzeihen, wenn er am Tag der Hochzeit mit blutunterlaufenen Augen und Alkoholfahne direkt aus der Kneipe vor dem Traualtar erscheint!

Doch ein Abend unter Männern kann natürlich auch auf tausend andere Arten und vom Bräutigam selbst gestaltet werden: Wer es ruhiger liebt, kann sich einen Abend im Varieté oder Spielcasino gönnen, um noch einmal richtig abzusahnen. Doch Vorsicht: Da anzunehmen ist, dass der junge Bräutigam schon reichlich Glück in der Liebe hat, sollte er Verluste im Spiel mit Fassung tragen!

Auch ein mehrtägiger Erlebnistrip in die Berge oder ein verlängertes Wochenende beispielsweise auf Mallorca oder an der Riviera zum "Abfeiern" sind möglich. Diese Aktivitäten sollten aus Termingründen allerdings längerfristig und - sofern von den Freunden organisiert - unter Einbeziehung des Bräutigams geplant werden.

Damit steht einem für alle Beteiligten unvergesslichen Erlebnis nichts mehr im Wege!